Ich habe immer gerne gearbeitet. Wirklich gerne.
Ich mag es, Dinge anzupacken. Ich mag Menschen, die sagen: "Komm, wir probieren es einfach."
Wenn das notwendige Team zusammen ist, hilft meine Erfahrung die richtigen Fragen zu stellen.
Meine Art hilft den Antworten zuzuhören und mögliche Lösungen von den Experten rauszukitzeln.
Dann kann man vielen Schlaglöcher schon vorab ausweichen ohne den notwendigen Speed zu verlieren.
Diese Kombi hat beruflich erstaunlich oft funktioniert.
Ehrlicherweise bringt ein Großkonzern aber auch mit, dass das nicht immer funktioniert.
Mühlen großer Firmen mahlen oft langsam und dieser Punkt nervt mich.
Privat gibt es einen Mann, Kinder, einen vollen Kalender und Joggingschuhe, die seit geraumer Zeit auf ihren großen Einsatz warten. Auch andere Hobbies für die ich gerne mehr Zeit hätte.
Und jetzt sitze ich hier und überlege tatsächlich, ob ich nach vielen Jahren aussteigen sollte. Obwohl ich eigentlich gar nicht will!
Das Verrückte daran: Wenn ich aussteige, möchte ich nicht einfach weniger machen. Ich brauche wahrscheinlich ziemlich schnell wieder etwas, das mich fordert, bei dem ich mich reinhängen und morgens gerne loslegen kann.
Was genau das sein könnte?
Tja. Genau da wird es interessant.
Warum anonym?
Weil ich hier ehrlich schreiben möchte. Auch über Gedanken, bei denen ich noch nicht weiß, ob sie am Ende eine gute Idee sind. Über Zweifel, Umwege und vielleicht auch Entscheidungen, die ich später ganz anders sehen werde.
Und weil ich noch mitten in der Geschichte stecke, möchte ich nicht, dass jeder weiß, wer gerade am Steuer sitzt.
Deshalb bleibt mein Name hier im Hintergrund. Die Geschichte ist trotzdem echt.
Und eine ungewöhnliche Beifahrerin gibt es auch: KI.
Sie hört sich meine Gedanken an, stellt Fragen, recherchiert, widerspricht mir gelegentlich und bringt manchmal erstaunlich gute Ideen mit.
Ob sie immer rech hat? Ganz sicher nicht.
Ob ich ihr deshalb das Steuer überlasse? Ganz sicher nicht.
Ich fahre. Sie sitzt daneben. Und ich bin gespannt wo wir landen werden.